Folge 6: Hilfe. Beratung. Orientierung – Das Familienbüro Ibbenbüren
Shownotes
In dieser Episode von MACH MAL STADT IBBENBÜREN geht es um einen Ort, der seit Ende 2023 eine zentrale Rolle für Familien in der Stadt spielt: das Familienbüro Ibbenbüren in der Großen Straße 21. Ein niedrigschwelliger Raum mitten in der Innenstadt, der bewusst so gestaltet wurde, dass man einfach reinkommen kann – ohne Termin, ohne Hürden, ohne Bürokratiegefühl.
Gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer, Brigitte Janz (Dezernentin Kinder–Jugend–Familie), Maria Jasper (Frühe Hilfen / Jugendamt), Kathrin Brand (Familienbildungsstätte) und Thalke Tenberg (Evangelische Jugendhilfe Münsterland) sprechen wir darüber, wie moderne Familienarbeit heute funktioniert – und warum Vernetzung der Schlüssel ist.
Die Folge zeigt, wie Verwaltung, Bildung, Beratung und Jugendhilfe unter einem Dach zusammenarbeiten, um Familien frühzeitig, unkompliziert und passgenau zu unterstützen.
- Moderation: Lars Cohrs
- Redaktion: Christina Hüsken und André Elshoff
- Produktion: COHRS MEDIA im Auftrag der Stadt Ibbenbüren
Transkript anzeigen
00:00:02: Mach mal statt!
00:00:05: Menschen, Themen eben büren.
00:00:15: Mit Lars Kurs Hallo und willkommen.
00:00:29: heute geht es um einen Ort an dem vieles zusammenläuft was Familien im Alltag wirklich bewegt.
00:00:35: ein Ort an den Türen offen stehen bevor Probleme groß werden An dem Menschen zuhören bevor man überhaupt weiß wie man anfangen soll Und an dem Unterstützung Nicht nach Formular, sondern nach Lebenssituation funktioniert.
00:00:49: Wir sprechen darüber wie Familien hier bei uns im Büren begleitet werden von der Schwangerschaft bis zur Pubertät vom Kitaplatz bis zur Schulbegleitung von finanziellen Fragen bis zu Momenten in denen es zu Hause einfach mal schwierig ist.
00:01:04: und wir schauen hinter die Kulissen.
00:01:06: Wie arbeitet dieses Netzwerk eigentlich?
00:01:09: Was brauchen Familien heute wirklich und wie gelingt das Angebote so niedrigschwellig zu gestalten, dass man sich traut einfach reinzukommen.
00:01:18: All das
00:01:19: in
00:01:20: dieser Folge!
00:01:21: Es geht in ein Ladengeschäft mitten in der Innenstadt, Große Straße Einenundzwanzig.
00:01:27: Es geht
00:01:28: ins Familienbüro der Stadt im Bühr.
00:01:31: Das Familienbюro ist eine tolle Einrichtung für sämtliche Themen rund um das Thema Familien und es ist einfach ne Sache die nicht mehr wegzudenken ist.
00:01:42: So beschreibt Brigitte Janss das Familienbüro.
00:01:45: Als Dezernentin ist sie in ihrem Geschäftsbereich auch zuständig für Kinder, Jugend und Familie.
00:01:50: Eine solche Anlaufstelle zu schaffen wie das Familien-Büro beschäftigte den Rat und die Verwaltung schon lange vor der Eröffnung im November, es erinnert sich noch gut.
00:02:00: Bürgermeister Dr.
00:02:01: Marc Schrammeier.
00:02:02: Wir haben schon relativ lange ein Konzept der sogenannten frühen Hilfen.
00:02:06: Das heißt unsere Idee ist dass wir so früh wie möglich und so niederschwellig wie möglich
00:02:11: in
00:02:12: die Familien kommen möchten mit unseren Themen, mit unseren Hilfsangeboten.
00:02:17: Und da hat sich über die Jahre dieses Konzeptes gerade die Niederschwindigkeit von bestimmten Angeboten sehr bewährt.
00:02:25: Wir haben einen Kaffeekänger das ist ein Treffen für Mütter mit Kindern dass wir begleiten.
00:02:31: Da hat sich immer wieder gezeigt, die machen eben nicht nur dieses Thema Kinder und Mütter sondern da kommen auch ganz viele andere Themen zur Sprache wo wir dann uns überlegt haben.
00:02:40: Wir müssten das eigentlich institutionalisieren.
00:02:43: Wir brauchen etwas wo Familien hingehen können, wo sie einfach Beratung bekommen, wo Sie nicht die Hemmschwille haben ich muss zum Amt, sondern erst mal sich in der Innenstadt aufleiten mit dem Kaffee mit ein bisschen Betreuung für die Kinder noch dort informieren können um dann den Weg vielleicht auch zu den richtigen Beratungsinstitutionen zu finden, ob es nur ein Stadt ist.
00:03:07: Ob es Caritas ist oder SKF ist oder wie auch
00:03:10: immer.".
00:03:11: Wir sind jetzt zweieinhalb Jahre dabei aber ich trau mich mal zu sagen dass schon nach einem Jahr dieser Eindruck entstand.
00:03:18: Familienbüro wollen wir alle nicht mehr missen.
00:03:20: Davon ist Brigitte Jans überzeugt.
00:03:22: das es ein Familienbühron im Büren geben muss ist für Maria Jasper Keine Frage.
00:03:27: Klar,
00:03:27: brauchen wir das!
00:03:28: Eben.
00:03:29: Maria Jesbais zuständig für frühe Hilfen, Kinderschutzberatung und konzeptionelle Arbeit im Jugendamt.
00:03:35: Sie ist eine der wichtigsten Fachpersonen, wenn es um präventive Familienarbeit in den Büren geht.
00:03:41: Das Familienbüro ist für sie eine Herzenssache.
00:03:44: Weil ich hab auch im Laufe der Jahre wieder festgestellt ... dass die Familien viele Fragen haben, dass sie nicht wissen wo sie mit ihren Anliegenproblemen und Sorgen hin müssen.
00:03:55: Es gibt zwar viele Angebote, viele Einrichtungen in der Stadt im Bühnen aber die Familien wissen oft nicht wo Sie damit hinwissen.
00:04:03: Und manchmal sind es auch nur kleine Fragen und dann wissen sie nicht an wen sie sich wenden sollen.
00:04:07: In
00:04:07: solchen Situationen helfen die Mitarbeitenden des Familienbüros.
00:04:11: Also es kommen viele rein, die einfach auch mit ihren Anträgen nicht klarkommen.
00:04:16: Das sind Elterngeldanträge Es geht oft um Kinderzuschlag, es geht um Ruhngeldanträge.
00:04:22: Es ist so, dass es oft online oder digital gestellt werden muss – das können die oft nicht.
00:04:28: Oder manchmal verstehen sie auch die Sprache nicht und brauchen dann einfach Unterstützung von uns.
00:04:33: Es kommen auch viele junge Familien rein, die einen Ohr zugen, wo sie sich aufhalten können.
00:04:40: Dann denkt man erst, ja die sind da und wollen da spielen.
00:04:44: Und die Kinder spielen lassen?
00:04:45: Ja das möchten sie auch gerne aber dann wenn man ein bisschen hinterfragt kommt man auch dahinter dass Sie einen wohnraum haben Dass sie erzählen dass die kinderzimmer schimmel haben das in eine neue wohnung suchen Aber keinen platz finden und dann sind diese sehr dankbar dafür dass wir sich bei uns aufhalten dürfen und die kindern einfach spielen können und sie einfach über ihre probleme und Sorgen sprechen können.
00:05:06: Welche hilfestellungen können denn gegeben werden?
00:05:09: Na ja, es kommt immer gerade darauf an wie die Situation ist.
00:05:12: Ob man nur zuhört und einfach auch mal ein Offensor dafür hat oder eben ob sie sich auch eine Hilfestellung wünschen so dass man sagt wir lotzen jetzt mal weiter sagen wir zum SKF zur wohnungslosen Notverhilfe das sie da noch ein bisschen besser unterstützt werden können.
00:05:27: Oder wir lesen einfach mit ihnen gemeinsam den Text durch, was sie so auf Kleinanfeigen gefunden haben und wie Sie darauf antworten könnten.
00:05:36: Also muss man gerade immer individuell gucken bei demjenigen, was er so braucht.
00:05:46: Das
00:05:46: erste große Thema ist natürlich das Thema Kommunikation.
00:05:49: und wie komme ich in so einer Gesellschaft an?
00:05:51: Wie funktioniert überhaupt eine Gesellschaft hier in der Stadt?
00:05:53: So eine Stadtgesellschaft eben hören!
00:05:55: Was macht diese Stadtgesirtschaft
00:05:56: aus?!
00:05:57: Welche Regeln muss ich beachten?
00:05:58: Welche Angebote, Hilfsangebote gibt es.
00:06:00: Wie komme ich sprachlich klar?
00:06:03: Da legen wir großen Wert darauf, dass wir dort versuchen eben auch die Bürgerinnen und Bürgern, die hier hinkommen, die ihre neue Heimat finden abzuholen.
00:06:10: Dass wir den Integrationskurse anbieten, das wir den Sprachkursen anbieden.
00:06:15: Das wir sie fit machen für den Alltag.
00:06:17: Und trotzdem ist es immer wieder notwendig, dass man dort auch gerade in dem Bereich der Migrantin Angebote vorhalten, niederschwellig um denen ganz praktisch zu helfen.
00:06:26: Wie geht das denn jetzt?
00:06:27: Was muss ich denn jetzt machen?
00:06:28: Ich
00:06:28: habe so ein bisschen den Eindruck dass in den letzten Jahren die Rolle der Kommune in der Familienpolitik sich doch sehr gewandelt hat und solche Institutionen wie auch jetzt dieses Familienbüro immer mehr an Bedeutung auch gewinnt oder?
00:06:41: Ja es ist einfach das Verständnis natürlich dass sich ändert wie Kommune funktioniert von einer Eingriffsverwaltung, einer hochheitlichen Verwaltung hin eigentlich zu einem ja schon Service-Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt.
00:06:54: Das macht es nicht immer einfacher weil natürlich da man an Anspruchsdenken hergeht.
00:06:58: aber für uns ist wichtig das eben so ein Fachdienst für Kinder, Jugendfamilien und ein Fünfzig das klassische Jugendamt nicht so wahrgenommen wird wie früher es wahrgenommen wurde.
00:07:07: Wenn das Jugendamt kommt dann wird's halt brenzlig sondern das Jugendant ist auch der sehr viel Hilfe erstmal anbietet bevor es dann irgendwann vielleicht brenzlich wird.
00:07:16: aber erst mal geht es uns darum wirklich in die Familien zu kommen unsere Angebote dort letztlich zu platzieren zu helfen da wo es nötig ist und auf früh da zu sein und das ist etwas wo wir als Stadt insgesamt Sehr stark ein Wandel erleben auch.
00:07:30: Also das kann man absolut erkennen, diese Entwicklung die wir da haben.
00:07:34: zu Anfang der Tätigkeit im öffentlichen Dienst war man doch sehr konzentriert auf die Dinge die sich im Rathaus abspielten.
00:07:41: Das musste ordentlich gemacht werden.
00:07:42: Es muss heute immer noch ordentlich gemacht werden.
00:07:44: aber ich glaube heute ist mehr der Fokus für wen wir das machen.
00:07:49: Die sind stiftende Arbeit die dahinter steckt.
00:07:52: Wer ist derjenige der eigentlich unser Ja, unser Partner.
00:07:56: Unser Auftraggeber ist das sind die Bürgerinnen und Bürger draußen.
00:07:59: da sind die Familien deswegen auch das Familienbüro.
00:08:02: für die machen wir dass es kein Selbstzweck sondern Wir Machen Es Für uns Als Zivilgesellschaft Und Für Die Menschen Hier In Dieser Stadt.
00:08:10: Welche Qualitätsstandards gelten denn Bei der Beratung Kann Man Das Sagen
00:08:15: Das kann man Schon Sagen.
00:08:16: Es Gelten Wie Ich finde sehr hohe Standards Weil Alle Diejenigen Die in Der Regelmäßigen Beratungs sind auch geschult werden zu den Themen, die dort auftauchen können.
00:08:30: Und es sind sehr vielfältige Themen so dass sie auch überall ein bisschen Bescheid wissen müssen zumindest inso weit als sie sagen muss okay das ist jetzt ein Problem Das ist jetzt XY dafür kann ich vielleicht selber gar nicht so direkt eine Auskunft geben und bin vielleicht auf einem anderen Gebiet firmen.
00:08:47: aber ich kenne jemand der weiß das und er kann diesen Auskauf geben und dieses Wissen auch laufend aktuell mit den neuen Themen, die jeden Tag dazukommen.
00:08:58: Das ist eine unglaubliche Herausforderung für alle und ich finde das sehr bemerkenswert und bewundernswert wie die Kolleginnen und Kollegen, die das Familienbüro da
00:09:08: bedienen,
00:09:08: das auch wirklich hinbekommen und schaffen.
00:09:33: Wenn es um das Thema Schaffen geht, setzt die Stadt im Büren beim Familienbюro auf die Kooperation mit Partnern?
00:09:39: Es gibt fünf Kooperationspartneren, mit denen wir schon vor Eröffnung des Familienbüros dort auch eine Vereinbarung geschlossen haben.
00:09:47: Und das ist einmal hier die Familienbildungsstätte, dann ist es der Caritasverband, die evangelische Jugendhilfe, das Begegnungszentrum hier in Ibenbüren und unsere Jugendkulturstätte Pinkpop.
00:09:59: Dann haben wir immer noch punktuell zu weiteren Themen andere Partnern wie die Arbeitsagentur, Teststopcenter je nach Ausrichtung oder vielleicht noch Sonderthema
00:10:09: Wie koordinieren Sie denn diese unterschiedlichen Träger?
00:10:11: Die haben ja ganz unterschiedliche Bedürfnisse.
00:10:13: Aber es ist auch so, dass diese Kooperationspartner einmal die fünf der ersten Stunde ... Da haben wir uns natürlich vorher sehr gut zusammengesetzt und geguckt, was soll denn die Ausrichtung sein des Familienbüros.
00:10:25: Sehr schnell waren wir da auf einem Level, auf einer Ebene wo wir gesagt haben das ist unsere Ausrichtungen und jeder bringt seine Themen mit rein.
00:10:33: es geht darum dass die fünf Partner einmal die allgemeinen Öffnungszeiten abdecken und diese allgemeine Beratung aber ihre speziellen Kenntnisse natürlich auch einbringen.
00:10:42: Das auf der einen Seite und die anderen Partner Ehrlich gesagt, die sind doch auf uns zugekommen.
00:10:48: Manche, ihr habt hier eine tolle Idee!
00:10:50: Das ist das was wir immer wollten.
00:10:52: Wir wollen ganz nah am Bürger und an der Bürgerin sein.
00:10:55: Wir möchten uns gerne auch mit einbringen.
00:10:56: Zwei
00:10:57: Vertreterinnen dieser Partner sind heute im Podcast Mach mal Stadt Ibenbühren zu Gast nämlich Talke Thenberg von der evangelischen Jugendhilfe Münsterland Und Katrin Brandt Von der Familienbildungsstätte Ibenbürne.
00:11:10: Was uns dazu gebracht hat, auch Kooperationspartner im Familienbüro zu sein ist so als allererstes naheliegend vielleicht der gleiche Gedanke von Familie.
00:11:20: Also das heißt ja Familienbildungsstätte und Familienbюro.
00:11:23: aber unter diesem Begriff Familie fassen wir schon die Eltern, die noch ein ungeborenes Kind haben und mit ihren Fragen zum Thema Elterngeld zum Beispiel kommen und abschließend vielleicht mit dem Hospizverein zusammen.
00:11:36: Trauer, Cafés und dazwischen sind ja all die anderen Menschen.
00:11:41: Paare, Einzelpersonen, junge Alte mit Migrationshintergrund und ohne.
00:11:45: Und genau diese Menschen sehen wir auch im Familienbüro.
00:11:50: So ist dieser Begriff schon mal gleich.
00:11:52: Die Fragen und die Anliegen sind natürlich etwas unterschiedlich.
00:11:55: Wie gelingt es Ihnen eigentlich Vertrauen
00:11:58: aufzubauen?
00:11:59: Die Menschen erzählen von sich, die erzählen etwas sehr Persönliches manchmal sicherlich auch emotional natürlich, weil sie in einer für sich schwierigen Lebenssituationen befinden.
00:12:10: Wie gehen Sie damit um?
00:12:12: Ich glaube da gibt es unterschiedliche Gründe warum Familien sich öffnen können mit ihren Themen im Familienbüro.
00:12:19: Manchmal ist das vielleicht schön wenn man jemand trifft den man noch gar nicht kennt und der keine vorgefertigte Meinung über die Situation oder über die Person hat sondern erst mal offen für die Themen ist ohne eine Bewertung, sondern wir haben einen so wie Maria Jasper das gerade gesagt hat ein offenes Ohr für die Familien.
00:12:36: Wir haben in der Regelzeit uns mit einer Tasse Kaffee mit den Familien hinzusetzen oder mit den Personen, die da kommen.
00:12:42: Wir versuchen gut zu tun.
00:12:43: Thalke Tinberg Sie kommt von der evangelischen Jugendhilfe.
00:12:47: können sie mal kurz erklären was die evangelische Jugendhilfen eigentlich macht?
00:12:51: Die evangelische Jugendhilfe ist ein freier Jugendhilfeträger, der eben mit Kindern, jugendlichen, jungen Erwachsenen arbeitet.
00:13:01: Die in vielerlei Hinsicht vielleicht einfach bestimmte Hilfestellung für ein gelingendes Leben einfach brauchen.
00:13:09: Also es auch von bis zu einem großer, großer Sektor von Sachen die die Jugendhilfer eigentlich
00:13:16: anbietet.".
00:13:17: Der Bürgermeister sagte gerade Es ist also wichtig, so ein niedrigschwelliges Angebot auch zu haben mitten in der Stadt.
00:13:24: Inwiefern profitieren denn auch einzelne Fälle?
00:13:28: So möchte ich es mal beschreiben von dieser niedrig schwelligen Beratung.
00:13:31: Wir haben zum Beispiel einen Wickeltisch wir haben eine Toilette die Familien kommen einmal kurz rein, sie wissen da kann ich mein Kind wickeln.
00:13:41: Da kann ich auch in Ruhe stillen und so entwickeln sich einfach auch Gespräche.
00:13:46: wir haben viele Geschäfte in der Stadt wo man auch mal eben kurz sagen kann Mensch da ist Waschmittel im Angebot darüber kriegt man einen guten Zugang zu den Familien normal sein.
00:14:00: Das klingt ein bisschen nach so einer Klippzone.
00:14:04: Hier habe ich meine Ruhe hier kann mir nichts passieren
00:14:07: Das klingt
00:14:07: mich mal aus, gerade aus dem Leben.
00:14:10: So für eine Viertelstunde und kann auf Menschen treffen die mir per se erst mal nichts Böses wollen sondern die mir wenn ich das möchte zuhören oder einfach nur da sind.
00:14:20: Das ist auch so und vor allem mit diesem guten Gefühl gehen die Menschen dann raus und in neunzig, fünfundneinzig Prozent der Fällen kommen die nächste Woche wieder oder nächsten Tag.
00:14:31: Und die erzählen das vor einem
00:14:32: Wochen?
00:14:32: Die erzählten das genau!
00:14:34: Es ist schön, es sind viele Familien da.
00:14:37: Einige wollen nur spielen andere haben wirklich anliegen und das ist einfach Unglaublich bereichernd, erst mal für die Mitarbeiter und ich finde auch für dich Familien.
00:14:47: Ja das Familienbüro versteht sich ja auch als Lotsenstelle und so verstehe ich auch meine Aufgabe da und dann kommen die Familien und man findet erstmal gemeinsam heraus was die Fragen überhaupt sind und dann versuchen wir weiter zu vermitteln dahin wo die Familien gut Netzwerken können, wo sie das finden, was sie suchen.
00:15:03: also wenn ich mir vorstelle dass ist vielleicht das erste Kind in einer Familie und die Eltern sind noch nicht vertraut mit den Angeboten mit Neugeborenen oder kleinen Kindern hier in der Stadt Ippenbühne, dann schauen wir uns die unterschiedlichen Anbieter an.
00:15:18: Wir beraten zu den Hilfestellen, das machen wir ja auch schon mit den Willkommensbesuchen in der Stad.
00:15:22: Da sehen wir uns manchmal wieder.
00:15:25: Die Familien, die wir schon besucht haben, sehe ich im Familienbüro.
00:15:29: Man kann noch mal weitersprechen.
00:15:31: Dann finden die hoffentlich da die richtigen Ansprechpartner und das richtige Netzwerk, dass sie gebrauchen.
00:15:35: Das
00:15:35: klingt spannend, Willkimmensbesuche!
00:15:37: Was können wir uns genau darunter vorstellen?
00:15:39: Ja, die Willkommensbesuche.
00:15:41: Das ist auch ein Projekt der Stadt Ippenbühnen.
00:15:42: Das wird in diesem Jahr schon zehn Jahre alt und das Angebot für Familien oder werdende Familien oder frisch gebackene Familien eigentlich ist, dass pädagogisch ausgebildete Besucherinnen mit Informationen der Stadt ippenbühren zu einem Gespräch zu Besuch kommen?
00:15:59: Das ist ein freiwilliges Angebot.
00:16:00: wir schreiben die Familien an und wenn sie Interesse an einem Gesprächen haben dann kommen wir.
00:16:06: es gibt extra eine Mappe die vorbereitet wird wo alle Kontakthilfe stellen, die konkreten Durchwahlen zu den Mitarbeitern im Rathaus zum Beispiel zu finden sind.
00:16:15: Kinderärzte, Kindertageseinrichtungen, Kindartagespflegepersonen usw.
00:16:20: Und dann sollen die Eltern gut vorbereitet sein.
00:16:23: das sollte mal eine Krise auftauchen.
00:16:25: sie schon mal wissen an wen Sie sich wenden können ist ein präventives Angebot.
00:16:29: Welche Rolle spielt denn eigentlich so ne Gruppenrunde vielleicht auch?
00:16:32: Ja, wir haben jetzt ganz neu jeden zweiten Mittwoch kleine Schritte große Fragen.
00:16:37: Das ist ein Angebot für junge Eltern die Fragen zu frühkindlichen Themen haben wie Schlaf, Ernährung und so weiter Und die treffen sich jetzt jeden zweiten mittwoch bei uns im Familienbüro.
00:16:50: also das läuft gerade auch richtig gut an.
00:16:52: Welche Belastungen von Timberg erleben aus ihrer Sicht junge Eltern heute stärker als früher?
00:16:58: Als früher kann ich kaum sagen, aber was ein großes Thema ist, ist Geld.
00:17:03: Die Energiekrise Miete eine passende Wohnung zu finden das ist eigentlich ein großes Potpourri.
00:17:10: dann auch einen passenden Kindergartenplatz zu bekommen Das ist schon sehr belastend für junge Familien.
00:17:17: Eigentlich ist es trotz der schweren Situation, in denen Menschen manchmal sind immer schon gut wenn die bei uns ankommen weil ich dann denke das ist schon mal der erste Schritt den die gewagt haben so dass wir dann zusammen mit anderen Helfern vielleicht einen guten Weg finden können für die Menschen die mit ihren Sorgen kommen.
00:17:33: Und es gibt ja auch lustige Momente oder Fröhliche, die man gemeinsam da erlebt.
00:17:37: Nicht immer ist das schwer, dass die ganze Bandbreite von Themen und Fragen und Menschen im Familienbüro ankommen.
00:17:45: Das finde ich ehrlich gesagt am schönsten weil das nicht nur Familien mit kleinen Kindern betrifft sondern von Senioren über junge Männer alle möglichen Menschen tauchende auf und das macht das so wertvoll findig
00:18:09: Wie Familien heute leben?
00:18:11: Da merkt man ja sehr schnell Es gibt nicht mehr die eine typische Lebenssituation.
00:18:16: Da sind alleinerziehende Patchwork-Familien, Großeltern die viel auffangen, Eltern die Schichtarbeiten, Familien mit Migrationsgeschichte, Familienmitpflegeaufgaben und alle bringen ihre ganz eigenen Fragen und Herausforderungen mit.
00:18:30: Genau deshalb braucht es Orte an denen diese Vielfalt nicht nur gesehen sondern auch ernst genommen wird.
00:18:37: Orte, an denen unterschiedliche Professionen zusammenkommen um Familien nicht in Schubladen zu sortieren sondern ihnen passgenau zu helfen.
00:18:45: Und das gelingt nur, wenn Verwaltung Bildung Beratung und Jugendhilfe wirklich hand in Hand arbeiten.
00:18:51: Die hier im Familienbüro
00:18:53: am meisten überzeugt mich eigentlich die unglaubliche Vielfalt des Familienbüros.
00:19:00: es kommen wirklich die Familien mit einem bunten Blumstrauß von Fragen und Anliegen zu uns.
00:19:06: wir können das kann ich glaube ich sagen auch mithilfe unserer Kooperationspartner die überhaupt nicht wegzudenken sind aus diesem Projekt Diese auch alle entweder selber beantworten oder im Rahmen von Weiterleitung, Logzinfunktionen.
00:19:21: Jemand finden der das dann kann.
00:19:23: Niemand geht raus ohne dass er die Hilfe, die er benötigt.
00:19:28: Mittlerweile kennt man schon viele Leute überall, man wählt kurz eine Nummer und wird schnell mit einer Unterstützung dann begleitet so in seinen Themen.
00:19:37: Und ich finde das diese Vernetzung und auch das Team dass es so gute Arbeit ist weil man wirklich jedes mal wenn man im Familienbüro ist vor neue Herausforderungen gestellt wird.
00:19:46: Ich würde sagen Es gibt fast jedes Mal eine Frage über die ich noch nicht nachgedacht habe Und dann muss ich googeln oder mich schlau machen und im Notfall, wenn das nicht hilft, ruf ich halt jemand an.
00:19:57: Ich denke der weiß das und meistens ist es auch so dass wir am Ende zu einem guten Ergebnis kommen.
00:20:01: Das macht richtig Spaß!
00:20:02: Das Schöne ist, dass viele diese ganzen unterschiedlichen Partner irgendwie alle zusammen das Tüpfelchen auf dem E sind.
00:20:10: Jeder hat seine Stärken und jeder hat gute Ideen, die man weiter verfolgen kann.
00:20:17: Aber ich finde es auch total schön, dass jeder Lehrer bei uns im Familienbüro arbeitet einfach hoch motiviert ist und eine wirklich tolle Haltung dazu hat zu sagen, jeder ist bei uns willkommen!
00:20:29: Wir hören jeden zu!
00:20:30: Da steckt Leben drin Tolle Begegnungen, Vielfalt und ein unglaubliches Engagement.
00:20:35: Brigitte Jans bringt es auf den Punkt!
00:20:37: Wer das Familienbüro Große Streis einundzwanzig noch nicht kennt, sollte auf jeden Fall mal reinschauen.
00:20:43: Geöffnet ist
00:20:44: ... Jeden Dienstag bis Dreitag immer von zehn bis dreizehn Uhr und Nachmittagsdienstags bis Donnerstags von vierzehn bis achtzehn Uhr.
00:20:53: Brigette Jans gibt es eigentlich eine Befristung dieses Familienbüros?
00:20:57: Dass man sagt so wir machen das jetzt mal fünf Jahre und dann gucken wir mal oder langfristig eingelegt
00:21:03: ist?
00:21:03: Ja, so es ist angelegt.
00:21:05: Es ist langfristlich gedacht.
00:21:07: Wir wussten natürlich von Anfang an erstmal nicht was da auf uns zukommt.
00:21:10: Von daher war die Vereinbarung auch zu sagen wir schauen mal nach einem Dreivierteljahr oder nach einem Jahr wie's ist denn angelaufen?
00:21:17: sind die Ziele die wir uns gesteckt
00:21:19: haben
00:21:19: erreicht?
00:21:20: Wie geht das Ganze?
00:21:22: unsere Erwartungen sind übertroffen worden Und von daher war der Schritt dann zu sagen, ja selbstverständlich wir machen auf diesem Weg weiter.
00:21:30: Der war ein ganz kleiner und ebenso selbstverständlicher.
00:21:33: Ich würde es ganz toll finden wenn wir noch mehr im Familienbüro anbieten könnten für Familien mit Kindern mit Beeinträchtigung weil's da auch nicht so viele Angebote hin in Böhnen gibt.
00:21:44: und die Familien die jetzt einen Kind haben mit Autismus-Spektrumstörungen oder ALS.
00:21:50: Die haben schon viele Fragen da etwas Spezielleres anzubieten, das fände ich gut.
00:21:55: Ich kann auch gut was vorstellen so ein Gesundheitsbereich, irgendwie nochmal eine Beratung für junge Familien und junge Mütter.
00:22:02: Da gibt es auch oft so Unsicherheiten, wann gehe ich zum Arzt?
00:22:06: Wenn die Fieber haben, dann muss sich schon damit losgehen, dass sie da einfach noch ein bisschen mehr gestärkt werden.
00:22:12: in dieser Richtung könnte ich mir was auf was vorstellen ja aber auch viele Einzelaktionen oder dergleichen.
00:22:19: An Ideen hakt es bei uns nicht, denn Abteilung Ideen gibt's genug aber man muss ja auch irgendwie personell umsetzen können und auf finanzielle Gestände kriegen.
00:22:27: Weiterhin alles Gute allen Mitarbeitenden des Familienbüros!
00:22:31: Vielen Dank an meine Gäste, an Maria Jasper, Katrin Brandt, Thal Kittenberg, Brigitte Janss und Bürgermeister Dr.
00:22:38: Marc Schrammeln fürs Einschalten zu hören, abonnieren und weiterempfehlen.
00:22:43: Damit genug für heute.
00:22:44: Nächste Woche treten wir mit Ratsmitgliedern der unterschiedlichen Fraktionen den Beweis an,
00:22:50: wie
00:22:50: spannend zupackend und gestaltend Kommunalpolitik sein kann.
00:22:55: Bis dahin – uns allen eine gute Zeit!
00:22:58: Ich bin Lars Kurs.
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